13.09.18 11:29 Alter: 68 days
Kategorie: rc-awr

World Games of Mountainbiking

Robert Unger war bei den 20. Worldgames of Mountainbiking in Saalbach Hinterglemm am 08. September am Start


In der Jubiläumsausgabe konzentrierten sich die Veranstalter auf die Marathondistanzen und strichen die Bewerbe der Downhiller aus dem Programm.
Der Marathon hat die Besonderheit, dass sich die Teilnehmer auf der Strecke spontan entscheiden können, welche Distanz sie gehen wollen. Es stehen Strecken zwischen 21km (891hm) und 80km mit 3.678hm zur Auswahl.

Für mich war es die vierte Teilnahme, und zu Saisonbeginn hatte ich das Ziel, erstmalig die 80km Strecke zu bewältigen – allerdings nur, wenn ich eine Chance habe unter einer Zeit von 7 Stunden zu bleiben. Aufgrund meines Unfalls im April konnte ich am Ende aber schon froh sein, überhaupt am Start zu sein und bereitete mich mental auf die 58km vor, in der Hoffnung, meine Zeit aus dem Vorjahr (ca. 5:25 Stunden) zu verbessern.

Am Start um 9.00 Uhr herrschte schon perfektes Radwetter und die Aussichten waren perfekt. Das Starterfeld umfasste etwa 1.000 Radler, oberhalb kreiste der Helikopter und aus den Lautsprechern dröhnte „Motivations-Musik“.

Zunächst ging es neutralisiert vom Ortszentrum Hinterglemm über die Bundesstraße nach Saalbach. Die Neutralisierung führte in der Mitte des Feldes zu den bekannten Stop-and-Go Effekten. Gleich darauf folgte aber der erste Anstieg zur Panorama-Alm und das Feld zog sich auseinander. Auf einer Distanz von 7km waren etwa 700hm zu überwinden – ganz gut zum Einfahren. In die darauf folgende Abfahrt wurde mit der „Milka-Line“ auch ein Trail eingebunden. Da das Feld immer noch sehr dicht war, wurde ich hier ein wenig eingebremst.

Damit war es mit dem Aufwärmen vorbei, ab jetzt startete der wirkliche Marathon. Es war der Aufstieg auf den Schattberg Ostgipfel zu bewältigen. Innerhalb von 10km waren mit zunehmender Steilheit mehr als 1.000 Höhenmeter zu überwinden, die 20% Rampe am Ende war echt hart. Es folgte die kurze Abfahrt auf einem Trail, um gleich den Westgipfel zu erklimmen. Wieder waren Rampen von 15-23% zu bewältigen, bevor man am Hackelbergtrail eine längere aber nicht ungefährliche Abfahrt vor sich hatte. Nach einer kurzen aber interessanten Querfahrt durfte man sich schließlich auf einer längeren Schotterstraße bergab ein wenig ausruhen. Doch aufgrund der rutschigen Bedingungen war Obacht geboten.

Zum Abschluss fehlte noch der letzte Hausberg der Glemmtaler, der Zwölferkogel. Neuerlich gab es eine 6km lange Auffahrt, die brutal steil ist. An manchen Stellen bis zu 30%, im Minimum 12%. Da heißt es Beißen, Schieben, Beißen und nochmals Beißen. Nach 5 Stunden hatte ich den Zwölferkogel-Gipfel erreicht (d.h. 2.900hm überwunden) und es ging (fast) nur mehr bergab.

Im Ziel war ich zu Beginn ein wenig enttäuscht, da ich meine Zeit aus dem Vorjahr zwar egalisierte, aber nicht verbesserte. Nach der Veröffentlichung des Klassements (AK 17., Gesamt 53.) war ich echt happy.

Worldgames, ich komme wieder – und da werden‘s 80km.


Detail am Rande:
Unter knapp 1.000 Startern war ich der einzige Vertreter des Arbö Wienenergie Röhsler & Co. Außerdem waren noch zwei Teilnehmer des RLC Mörbisch mit dabei. Wir drei trafen uns zufällig am Anstieg zur Panoramaalm und verbrachten fast das ganze Rennen mehr oder weniger gemeinsam. Am Ende konnte ich mich knapp 20 Sekunden vor Ronald Wenzl und 10 Minuten vor Gerhard Unger platzieren.

 

Danke an Robert für den Bericht und alle Achtung vor deiner Leistung!