8.10.18 17:36 Alter: 10 days
Kategorie: rc-awr

Weinberg-Trophy in Groß-Engersdorf

Als Alternative zum Start der Cross-Saison oder anderen Kriterien wurde am Sonntag die alljährliche Weinberg-Trophy vom Tri-Team-Musketiere ausgetragen. Ein 10km langer und anspruchsvoller Rundkurs musste 5 Stunden lang befahren werden. Alternativ standen noch 2,5 Stunden oder eine Staffel zur Auswahl.


Richard Rettegi und Robert Unger nahmen diesmal als Vertreter des Arbö Wienenergie Röhsler & Co teil. Am Start auch unter strenger Beobachtung unseres Obmanns Alex, der am Weg retour vom Flughafen in Groß-Engersdorf Station machte (Danke dafür).

Hier die Berichte der beiden Starter, wie sie das Rennen an der Spitze bzw. irgendwo im Feld erlebt haben …

Bericht Richard

Nachdem ich leider verhindert war, die Crosssaison anzugehen, stand am Wochenende eine recht große Herausforderung am Plan. Das 5 Stunden Rennen in Großengersdorf.
Nachdem ich 2016 dort gefahren bin, wusste ich wie hart es werden kann und auch, dass mein altes MTB dafür komplett falsch ist. Also habe ich mir ein Rad von Peter Deppner ausgeborgt mit Crossbereifung, Starrgabel und 6,9kg. Eine Waffe.

Vor dem Start noch mit Robert Witzchen gemacht, ist es pünktlich um 10 Uhr losgegangen. Die ersten zwei Stunden fast an der Spitze mit unserrm Ex-Mitglied Jaromir gefahren. Dieser hat aber dann zugelegt, da er ja schon in seiner letzten Runde war.
So spulte ich eine Runde nach der anderen ab, den 30% Berg immer fahrend, schieben hätte noch mehr Schmerzen bereitet. Nach vier Stunden fingen die ersten Schmerzen an. Zuerst im Rücken, dann in den Armen. Das komplett ungefederte Rad auf den teilweise sehr holprigen Abfahrten hatte seine Spuren hinterlassen. So habe ich die letzten zwei Runden von 12 etwas nachlassen müssen. Im Ziel hatte ich dann so extreme Schmerzen, daß ich mich nichtmal mehr ausziehen konnte.
Witzigerweise war ich aber über 40min schneller als vor zwei Jahren. Also war es eigentlich schon der richtige Weg. Gesamt 7. ist auch nicht schlecht.
Für ein Training perfekt gelaufen.


Bericht Robert
Der Beschluss zur Teilnahme an der Weinbergtrophy erfolgte ca. drei Wochen vor dem Rennen. Eigentlich wollte ich eine Staffel aufstellen, doch aufgrund vieler anderer Rennverpflichtungen am Wochenende kam dies nicht zustande. Also wollte ich am 2,5 Stunden-Bewerb teilnehmen, ein familiärer Hinweis („was, nur 2,5 Stunden?“) stachelte meinen Ehrgeiz an und schon war ich für die 5 Stunden angemeldet. Wenn man die Langdistanzen der Marathons oder den Ötzi mal fahren möchte, muss es ohnehin mal sein.
Die unmittelbare Vorbereitung lief natürlich perfekt mit einer knapp 90km Klub-Ausfahrt (700hm) bei anschließender Verpflegung in Kurt’s Garten (Vielen Dank nochmals). Die Kohlehydratspeicher waren also gefüllt, dafür die Beine nicht mehr so frisch. „Wurscht, is eh Ende der Saison.“
Ich hatte also keine besonderen Erwartungen an das Rennen und die wurden auch erfüllt …

Ging es zu Beginn noch gut voran, habe ich spätestens 1,5 Stunden nach dem Start alle verflucht, die irgendwie im Zusammenhang mit dem Rennen standen. Eine Stunde später habe ich mich mit der Situation arrangiert und mich über die Anfeuerungen von Jaromir („hopp auf, Robert“) und Richard („Achtung, fahre links vorbei“) gefreut. Am Ende habe ich dann versucht, das Tempo so einzuteilen, dass ich möglichst genau an die 5 Stunden rankomme. Oder anders gesagt, dass ich nicht nach 4:55 Stunden das Ziel passiere und nochmals die „Groß-Engersdorfer-Höll“ mit ihren 31% hochgehen darf (rauffahren stand für mich ohnehin nicht zur Auswahl).
Am Ende ärgert mich die Bremserei, mit 10 statt 9 Runden hätte ein vernünftiges Ergebnis in der ersten Hälfte des Feldes rausgeschaut, wenigstens konnte ich mal im Ziel auf Richard warten.
Nichts desto trotz eine super Erfahrung, die nach Wiederholung im nächsten Jahr schreit.

Anm. des AWR-Pressezentrums (ein Insider ;-) :
Hut ab vor der Leistung der Beiden, mein vollster Respekt!