5.05.20 14:27 Alter: 33 days
Kategorie: rc-awr

E-Rennen

Auf Grund der Maßnahmen gegen das Covid-19 Virus mussten alle Radrennen bis auf weiteres abgesagt werden. Ein Alternativprogramm bieten die Rennen auf der Zwift-Plattform. Auch der ÖRV organisierte eine Rennserie, wo auch einige unserer Fahrer teilnahmen.


Ein Bericht von Richard Rettegi!

Da heuer kurz vor der Rennsaison in Österreich ein Shutdown durchgeführt wurde, konnten alle heimischen Profis, Amateure und Hobbysportler bei keinem Rennen starten.

Da entstand beim ÖRV die Idee eine E Liga ins Leben zu rufen um den Sportlern einen Anreiz zu geben weiter zu trainieren und sich am Wochenende zu messen.

Klar war auch, daß dies kein echtes Rennen ersetzen konnte, aber es war schon interessant sich über alle Radsportarten zu vergleichen, ob Straßenfahrer, MTB oder Crosser, selbst Ruderer nahmen daran Teil. Zum Leidwesen der Radprofis sogar sehr erfolgreich.

Von unserem Verein starteten Hermann Grabmayer und Richard Rettegi alle 5 Stationen und Mario Rettegi bei 2.

 

Das erste Rennen war 3R Sand&Sequios Race Distanz: 42,6km (2 Runden) 338 Höhenmeter.

Für alle etwas ungewohnt, aber mit Felix Ritzinger unseren 4000m Rekordler auf der Bahn ein würdiger Sieger.

Ich habe einige taktische Fehler gemacht und einiges unterschätzt, aber dennoch mit Platz 45 und 3. Masterfahrer halbwegs ein Ergebnis hingebracht.

Hermann war etwas besser und mit Platz 35 super platziert.

 

Das 2. Rennen war DBR Sufferday League Distanz: 53km (Bigger Loop Runde) 692 Höhenmeter

Schon ein ganz ordentlicher Brocken. Die Anfahrt zum virtuellen Berg war einfach die Hölle. Die Jungs haben mit mehr als 5 Watt/kg draufgedrückt. Kurz vor dem Berg bin ich abgerissen, konnte aber dann am Berg wieder viele Positionen gutmachen. Offensichtlich hatten sich anscheinend viele komplett überschätzt und sind eingegangen. Leider fuhr ich auch an Hermann vorbei, der am Straßenrand stand. Wie sich danach herausstelle hatte er Verbindungsprobleme mit seiner Rolle. Also gibt’s Defekt auch beim E-Sport.

Mit einem Ruderer als erster endete das Rennen. Rainer Kepplinger, Olympiastarter, gewann im Sprint einer 3 Mann Spitzengruppe.

Für mich wieder ein 43. Platz und 2. Master. Hermann schaffte trotzdem noch Platz 52.

 

Das 3. Rennen auf österreichischen Boden EVR Asia Weekend Distanz: 45km   5 Runden  Innsbruckring  385 Höhenmeter

Man glaubt gar nicht wie so eine kurze Steigung weh tun kann. Taktisch immer besser, jedoch die anderen immer schnellerwerdend, hat es für uns in der Mitte des Rennens nicht mehr gereicht und wir beide sind in einer Verfolgergruppe übrig geblieben. Wir haben alles versucht, wieder Anschluss herzustellen, aber es gelang nicht. Kurz vor dem Ziel hatte ich noch ein sogenanntes Powerup übrig, wo man 15 Sekunden etwas aerodynamischer wird und schneller fahren kann. Damit hab ich versucht alles zu geben um noch an die 15 sek vor uns fahrende Gruppe heran zu kommen. Leider bin ich nicht ganz hingekommen und somit konnte Hermann diese Partie auch nicht abspurten. Wäre eine schöne Teamtaktik gewesen. Platz 46 und 47 sind trotzdem noch voll ok in dem hochklassigen Feld.

 

Diesmal zu uns 2 auch Mario am Start. Was soll man da sagen, er als einziger U13 meisterte die Strecke, zu den U15 fehlte ihm gerade mal eine Minute.

 

Das Chaosrennen war Nummer 4 3R Crit City -Downtown Dolphin Distanz:   31km   16 Runden  248 Höhenmeter

Ein Kriterium auf einem nicht mal 2km Kurs. Es gab gefühlt 1000 Überrundungen. Ein sehr unübersichtliches Rennen, da die Überrundeten teilweise wieder im Feld mitfuhren und dann doch wieder Löcher entstanden. Ich habe das auch nicht immer bemerkt, beim 3. Mal konnte ich die Lücke zum Feld nicht schließen und musste auch abreißen lassen.

Hermann konnte den guten 40 Platz einfahren und ich landete auf 46 und 5. Master

Mario diesmal auch dabei, hatte zwar keine eigene Wertung, durfte aber mit uns mitfahren und hat sich wacker geschlagen. Hatte gerademal 3 Runden Rückstand auf mich als ich ins Ziel gekommen bin.

 

Super organisiert war das 5. Rennen zugleich Finale am WM Kurs 2019: 2019 UCI Worlds Harrogate Circuit Distanz: 41,6 km 3 Runden 737 Höhenmeter.

Leider hab ich den Kurs nicht gekannt und den ersten Berg unterschätzt. Dort aus der Spitzengruppe abgerissen, versuchte ich mit einer kleinen Verfolgergruppe wieder nach vorne zu fahren. Nach kurzer Zeit hatte ich auch meinen Teamkollegen wieder bei mir und wir versuchten es gemeinsam. In der Hälfte hab ich gesehen, daß er an einem Anstieg den Anschluß verloren hatte und hielt mich zurück und wartete ob er nochmal aufschließen kann.
Danach habe ich erfahren, dass er Seitenstechen und Probleme mit der Atmung bekam. Wie klar war, er kommt nicht mehr, hab ich dann die restlichen Anstiege richtig Tempo gemacht und die Gruppe immer weiter verkleinert, bis wir nur noch von anfänglichen 35 Fahrern nur noch zu 6. übrig blieben.
Im Zielsprint hat mich leider einer noch gepackt, aber ein versöhnlicher Abschluss. Platz 37 für mich und Hermann der sich weder erfangen hatte konnte noch Platz 46 einfahren.

 

Gesamt konnten wir uns auf Platz 46 (Hermann) und ich auf 49 platzieren. Bei einem Starterfeld aus Profis, Elite Straßenfahrern, MTB und Amateuren doch recht beachtlich.

Bei den Teams wurden wir 9. Exeqo mit VICC und das doch bei 19 angetretenen Mannschaften.

Der Sieg ging an Hrinkow vor Felbermayr und WSA

 

Für mich kann ich taktisch einiges mitnehmen ebenso wie ein unglaublich hartes Training als Rennen getarnt.

 

https://www.e-cycling-austria.at/